Die Referentin:

Maria Hense erhielt 1993 ihre Approbation zur Tierärztin. Ihr schon während des Studiums ausgeprägtes Interesse an der Verhaltenslehre vertiefte sie durch Beobachtungen von Wölfen, Pudelwölfen und Hunden sowie in zahlreichen Fortbildungen über Ethologie, Haltung und Verhalten von Haustieren sowie Verhaltenstherapie. Ihr Wissen setzt sie in der eigenen verhaltenstherapeutischen Praxis, in Form von Trainertätigkeiten auf Hundeplätzen und in Hundeschulen sowie durch Seminare und Vorträge in die Praxis um. Ihre Ziele: psychisch gesunde, alltagstaugliche Hunde, zufriedene Besitzer, und artgerechte Beschäftigung des Hundes. Insbesondere die Arbeit mit sogenannten „Problemhunden“ ist Maria Henses Spezialgebiet. Dabei setzt sie auf Problemlösungen, die Hund und Mensch nicht unter Druck setzen und ohne Zwangsmittel auskommen. 2010 erschien ihr Buch „Der hyperaktive Hund“. Zusammen mit Christina Sondermann verfasste sie die Bücher „Spiele für die Hundestunde“ (2007) und „Perspektivwechsel“ (2014). Maria Hense hält deutschlandweit und im angrenzenden Ausland Seminare für Hundebesitzer, Trainer und Verhaltenstherapeuten.


Das Tier im Hund

Wir lieben unsere Hunde und sehen in ihnen Familienmitglieder. Dieses Bild wird durch moderne Forschungsergebnisse bestätigt. Hunde sind Menschen ähnlich, zum Beispiel was ihre Gefühlswelt betrifft.

Auf der anderen Seiten unterscheiden sich Hunde grundlegend von uns: Nachbars Katze zum Beispiel kann bei ihnen eine Aufregung hervorrufen, die uns unverständlich bleibt. Ganz zu schweigen von den Dingen, die sie gerne fressen oder in denen sie sich wälzen mögen...

Im Hund lebt ein Stück „Wildnis“ in unserer Familie. Gehen Sie in Ihrem eigenen Wohnzimmer auf Safari! Sie werden bei diesem Votrag das „wilde Tier“ auf Ihrer Couch kennen lernen:

Welche natürlichen Eigenarten bringen alle Hunde mit?

Welche Bedürfnisse an ihre Umgebung und an uns Menschen ergeben sich daraus?

Was passiert, wenn Hunde nicht „naturnah“ genug gehalten werden?

Ist eine „naturnahe Haltung“ von Hunden überhaupt möglich?

Welche Verhaltensprobleme kann ich beseitigen, wenn ich weiß, was dahinter steckt?

Wie kann ich meinen Hund naturnah beschäftigen?



Grenzen setzen – aber nett

Auch der unkomplizierteste Hund muss lernen, sich uns anzupassen. Hier erfahren Sie, wie es auf faire und freundliche Weise gemacht wird.

Gewaltfreie Hundeerziehung: Ihr haftet immer wieder der Ruf einer „antiautoritären Erziehung“ an. Das Ganze meist verbunden mit dem Horrorszenario von Hunden, die tun und lassen, was sie wollen und für ihre Umwelt nicht nur lästig, sondern auch gefährlich werden können. Oder aber es heisst: „Positives Training“ an sich ist gut – stösst aber bei „bestimmten Hunden“ oder bestimmten Problemen an Grenzen.

Dabei heißt „positives Training“ nicht, auf Regeln und Grenzsetzungen zu verzichten. Im Gegenteil: Ein gewisses Mass an Regeln und Grenzen schenkt dem Hund Lebensqualität und Sicherheit, ist also wichtig. Und es hat auch verhaltens-therapeutischen Nutzen: So manches Problem verschwindet schneller, wenn der Hund lernt, Grenzen zu akzeptieren und sich selbst zu kontrollieren.